10 Jahre Chon Ji Wanne


2015?Leute, wie die Zeit vergeht.Kaum wurde der Chon-Ji-Wanne 05 gegründet, da ist er auch schon 10 Jahre alt.


Wie alles begann: Allgemein kann man beobachten, dass Kampfsportler, insbesondere auch Taekwon-Do-Sportler mit zunehmender Graduierung reifer und sicherer werden. Aber wie immer im Leben gibt es auch Ausnahmen. So gibt es auch Sportler, denen der Schwarzgurt zu Kopf gestiegen ist. So ein Fall sorgte dafür, dass sich eine Gruppe Sportler im TV-Wanne so unwohl fühlten, dass sie aus dem Verein austraten. Diese Gruppe steckte aber den Kopf nicht in den Sand, sondern gründete einen neuen Verein, den Chon-Ji-Wanne 05. Diese Gründung erfolgte, wie die Endung 05 schon andeutet, im Jahre 2005.Die Vereinsgründung war keine “leichte Geburt”. Das Vereinsrecht stellt einige Anforderungen, wie z.B. die Satzung, an die Vereinsführung, Vereinszweck…. Diese Anforderungen sind definiert und wurden mit entsprechender Vorbereitung auch allesamt erfüllt. Die Gründung des Vereins bedeutet aber noch nicht, dass ein geregelter Trainingsbetrieb stattfinden kann. Dazu sind auch Trainingsräume (Hallen) nötig. Hier zeigt sich, dass einige Verantwortliche des TV-Wanne sehr gut mit der Stadt und dem Stadtsportbund vernetzt waren. Es gestaltete sich recht schwierig, an geeignete Trainingsräume und Trainingszeiten zu kommen. Auch wenn die Vereinsführung immer wieder das Gefühl hatte, dass die Vereinsarbeit behindert wurde, kann man rückblickend nur sagen, dass diese Hürde, auch wenn sie wesentlich höher war als erwartet, gemeistert wurde.Im Spätsommer / Herbst nahm der Chon-Ji-Wanne die Trainingsarbeit auf. In den folgenden Turnieren zeigte sich, dass ein Großteil der leistungsstarken Kämpfer den TV-Wanne verlassen und dem Chon-Ji-Wanne 05 beigetreten sind. In den Turnieren musste sich der TV-Wanne ein ums andere Mal dem Chon-Ji-Wanne 05 geschlagen geben. Selbst speziell angepasste “Zählweisen” vermochten es nicht, unseren Verein an Gesamt-und Einzelsiegen zu hindern. Die Vereinsarbeit trug von Anfang an Früchte.Diese Erfolge sorgten auch für einen Anstieg der Mitgliederzahlen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Es konnten nicht alle Mitglieder gehalten werden. Aus den unterschiedlichsten Gründen kam es zu Abgängen. Neben schulischen / beruflichen Gründen verließen einige Sportler den Verein, auch, weil sie ihre Vorstellungen im Vereinsleben nicht erfüllen konnten bzw. nicht erfüllt sahen. Auch wenn es nicht immer leicht war, schafften wir es mit gemeinschaftlicher Anstrengung, diese Lücken zu schließen. Leider mussten einige Sportler den Verein auch wegen nicht vorhandener Zahlungsmoral verlassen. Es ist schade, wenn Geld für Zigaretten vorhanden ist, aber nicht für die nötigen Mitgliedsbeiträge. Um den Verein auf eine breitere Basis zu stellen, wurde 2007 eine Erwachsenengruppe gegründet, die Taekwon-Do als Hobby betreiben wollten. Diese Hobbygruppe ist auf einen kleinen, aber harten Kern, der sich nicht unterkriegen lässt, geschrumpft. Ein Großteil der Erwachsenengruppe nimmt auch am normalen Vereinstraining teil und hat schon einige Gurtprüfungen erfolgreich bestanden.Auch eine Kick-Box-Gruppe wurde gegründet. Allerdings schlief diese Gruppe nach einiger Zeit wieder ein.So liegt das Hauptaugenmerk unseres Vereins in der Kinder- und Jugendarbeit. Der Verein und die Trainer sind allen sinnvollen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen, ohne aber jedem neuen Trend hinterherzulaufen. Dies führt zu einem soliden abwechslungsreichen Training ohne Langeweile. Der wichtigste Grundsatz des Trainings ist die Gesundheit der Sportler. So wird nicht nur auf die richtige Technik geachtet, um Verletzungen oder späteren Verschleiß zu verhindern, sondern es wird auch darauf geachtet, dass die Sportler nicht auf irgendwelchen Turnieren verheizt werden. Medaillen für den Verein zu sammeln, ist zwar schön und macht sich gut in den Vitrinen, viel wichtiger sind aber die Unversehrtheit und der Spaß der Sportler. Aus diesem Grunde haben wir auch kaum Trainings- oder Kampfverletzungen. Ein Teil der Verletzungen geht auf Selbstüberschätzung oder Übermut zurück. Gerade die letzten beiden Punkte konnten einige Sportler auch im fortgeschrittenen Alter nicht ablegen. Das solide Training trug auch sportlich Früchte. So sammelte der Chon-Ji-Wanne 05 in den zehn Jahren viele Siege auf den verschiedenen Turnieren und Meisterschaften. Ein Sportler erreichte sogar den Titel eines Europameisters. Mehrere Sportler wurden auch zum Training der Nationalmannschaft eingeladen. Als bisherige Spitze erreichte Katja neben einem dritten Platz bei der Europameisterschaft auch einen tollen dritten Platz bei der diesjährigen Weltmeisterschaft.Die stetigen sportlichen Erfolge bei Turnieren und Meisterschaften, sowie die Teilnahme an Stadtteilfesten und anderen Veranstaltungen (Gysenberg, Kanalfest etc.) sorgten dafür, dass der Verein immer bekannter wurde. Dies und unsere sportlichen Leistungen führten dazu, dass die Ausrichtung der NRW-Meisterschaft der ITF im Jahre 2013 an den Chon-Ji-Wanne vergeben wurde. Natürlich stellten wir uns der Herausforderung. Hier zeigte sich, dass der Chon-Ji-Wanne 05 nicht ein Verein einiger Wenige ist, sondern dass alle Vereinsmitglieder an einem Strang ziehen. Alle Vereinsmitglieder und zum Teil auch deren Familien wurden in die Ausrichtung einbezogen. Nur so war es möglich, dass ein so kleiner Verein ein so großes Event schultern konnte.Neben dem sportlichen Aspekt gibt es aber auch einen “geselligen” Aspekt. So wurden vereinsseitig Ausflüge in Freizeitparks unternommen (Ketteler Hof, De Efteling und Phantasialand). Dabei zeigte sich wieder, dass in jedem Manne ein Kind steckt und die “Kinder”, ob groß ob klein, viel Spaß hatten. Viel Spaß hatten wir auch bei unseren Vereinsfußballturnieren. Wir haben zwar keinen Ronaldo oder Messi in unserem Verein, aber Spaß am Fußballspielen haben wir auch. Wir nahmen mehrfach am Kirmesumzug teil, bis uns der organisatorische Aufwand seitens der Stadt zu groß wurde. Die Umzüge waren teilweise sehr schweißtreibend, machten aber immer wieder Spaß. Zum Jahresende gab es dann entweder eine gemeinsame Weihnachtsfeier oder für die Kids einen Kinobesuch, bzw. einen Besuch in einem Indoor-Spielparadies. Die Älteren gingen Kegeln oder fuhren Kart. Auch wenn diese Aktionen nicht dem eigentlichen Vereinszweck dienen, sind die Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Diese Aktionen sorgen für eine engere Bindung der Mitglieder an den Verein. Denn nur; wenn sich alle dem Verein zugehörig fühlen und sich für den Verein einsetzen, kann der Verein wachsen und gedeihen. 11 Top-Torhüter machen keine Topmannschaft. Es müssen alle mitmachen, jung und alt, jeder nach seinen Möglichkeiten. Neben all diesen Highlights und positiven Nachrichten drohen am Horizont einige graue Wolken. Der organisatorische Aufwand nimmt immer größere Dimensionen an und erfordert immer mehr Zeit. Dies ist wohl die nächste große Herausforderung an den Chon-Ji-Wanne 05. Schade, dass hier so viele Ressourcen eingesetzt werden müssen, die man doch lieber für den sportlichen Erfolg nutzen möchte. 10 Jahre sind seit der Vereinsgründung vergangen. Es ist so viel geschehen, überwiegend Positives. Wir haben Freunde im Verein gefunden, und auch manch lieben Menschen wieder aus den Augen verloren. Diese 10 Jahre sind schnell vergangen, machen aber Lust auf die nächsten 10 Jahre. Auch wenn wir nicht wissen, was uns die Zukunft so bringt, wenn wir als Verein zusammenhalten und zusammenarbeiten, bin ich zuversichtlich, dass wir in 10 Jahren das nächste runde Jubiläum des Chon-Ji-Wanne 05 feiern.In diesem Sinne, steht zusammen und macht so weiter.P. Kolbeck

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